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Barcode-Lexikon

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Definitionen, Bedeutungen, Begriffe und Erklärungen im Lexikon

Quellenangabe:

  • Barcode, Einführung und Anwendung von Mathias Pötter/Rals Jesse
  • Metrologic Jahrbuch 2003

Weitere Informationen:

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

 

A (zum Inhaltsverzeichnis)

Abtastung (Scannen)

Dieser im Englischen Scan genannte Begriff beschreibt den eigentlichen Lesevorgang eines Barcodes. Der Lichtstrahl überstreicht dabei den zu lesenden Barcode - die reflektierte Lichtmenge wird ausgewertet.

AccuCode 3-DI (Beispiel)

Der 3-DI (auch AccuCode) wurde 1992 bei Lynn Ltd. (USA) entwickelt. Es handelt sich hierbei um kleine runde Codes zur Kennzeichnung chirurgischer Instrumente. Der Standardcode enthält 48 Informationsbits, wobei 32 für die Daten und 16 für die Fehlerkorrektur zur Verfügung stehen. Der Code kann auf Metall, Plastik, Gewebe und Papier aufgebracht werden. Zur Verfügung stehen über 17 Milliarden verschiedene Codes. Dieser Code ist nicht standardisiert. (Code-Übersicht)

Alphanumerische Barcodes

So bezeichnet man Barcodes, mit denen sowohl Buchstaben (und Sonderzeichen) als auch Ziffern dargestellt werden können.

Array Tag (Code) (Beispiel)

Array Tag wurde 1990 von Array Tech Systems (Kanada) entwickelt. Ungewöhnlich ist die Darstellung der Daten in sechs- oder achteckiger Form. Die Codes werden einzeln oder in Gruppen verwendet. Array Tag ist für industrielle Anwendungen mit grösserer Leseentfernung oder variierendem Umgebungslicht besonders geeignet. Eine Anwenderlizenz ist erforderlich. Der Code ist nicht bei AIM International standardisiert. (Code-Übersicht)

ASCII

Abkürzung von "American Standard Code for Information Interchange", einem in der ANSI-Norm X3.4-1968 genormten Standardzeichensatz.

Auflösung

Die kleinste Breite eines Strichs, die ein Barcodedrucker drucken bzw. ein Barcodeleser lesen kann.

Auto-ID

Automatische Identifikation: AutoID

Identifizieren ist das Erkennen eines charakteristischen Merkmals einer Person, eines Tieres oder eines Gegenstandes. Nach dem Erkennen folgt das Einteilen in eine bestimmte Klasse, z. B. Freund oder Freundin, Mann oder Frau, Eigenes oder Fremdes, essbar oder nicht essbar.

Von alters her erfolgt das Erkennen durch die von der Natur mitgegebenen Merkmale wie z. B. Haarfarbe, Stimme, Geruch, Gesichtszüge. Unser Gehirn teilt Wahrnehmungen auf der Basis von Informationen ein, die uns erinnerbar (im Gedächtnis) sind. Wenn die fraglichen Objekte nicht über Informationen verfügen, um eine Einteilung oder Erkennung zu ermöglichen, dann sollte diese Information künstlich angebracht werden. Ein Zeuge kann aufgrund des Personalausweises eine ihm vollkommen unbekannte Person erkennen und einteilen.

Bei der automatischen Identifikation funktioniert der Prozess des Erkennens auf Basis anderer Merkmale als der direkten Wahrnehmung von Form und Farbe eines Gegenstandes. Grund hierfür ist, dass die für eine schnelle Erkennung benötigten, bekannten Merkmale meist nicht ausreichend sind und zu viel Arbeitsaufwand bedeuten. Dies ist auch der Grund, warum man für den Prozess der automatischen Identifikation besondere technische Hilfsmittel entwickelt hat.

Zu nennen sind z. B. für:

  • Menschen: Plastik-ID-Karten
  • Produkte: Barcodes oder RFID
  • Tiere: implantierbare, elektromagnetische Etiketten
  • Dokumente: zweidimensionale Barcodes

Bei der Auswahl der Kennzeichen und der Erkennungsgeräte ist es wichtig, diese gut aufeinander abzustimmen, so dass ein arbeitsfähiges System erreicht wird. Hierbei ist es auch wichtig, dem Kosten-Nutzen-Verhältnis Rechnung zu tragen, dass ein solches Erkennungssystem mit sich bringt. Mit fortschreitender Entwicklung kommen laufend neue und bessere Systeme auf den Markt.

Die bedeutendsten Bereiche automatischer Identifikation sind:

  • Produktion, Betriebsdatenerfassung (BDE)
  • Herstellung, Lagerumschlag, Distribution, Ausleihe
  • Transport
  • Kombinieren von Gütern (Kommissionieren)
  • Lagerung, Lagerplatzvergabe, Zollsysteme
  • Zahlungsverkehr, Überweisungen und Schecks
  • Sicherheits- und Zugangskontrollen, Diebstahlabwehr
  • Formularverarbeitung
  • Sortieren von Warenströmen, Gepäckbehandlung an Flughäfen

So ist Auto-ID inzwischen, meist unsichtbar, Bestandteil des täglichen Lebens.

Automatisches Lesen

Das automatische Einlesen von Barcodes, meistens unter Verwendung von Scannern

Aztec (Aztek) (Beispiel)

Der quadratische Code wurde 1995 von Andy Longacre bei Welch Allyn (USA) entwickelt. Im Mittelpunkt des Codes befindet sich das Suchelement, das aus mehreren ineinander verschachtelten Quadraten besteht. Die Symbolelemente sind ebenfalls quadratisch. Es können derzeit kleine (ab 12 Zeichen) bis grosse Datenmengen (z.Zt. über 3000 Zeichen) verschlüsselt werden. Der Inhalt kann auf mehrere Symbole aufgeteilt werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt anwenderspezifisch bis zu 32 Security-Levels. Die Rekonstruktion des Dateninhaltes ist auch dann noch möglich, wenn bis zu 25% (bei kleineren Codes sogar bis zu 40%) des Codes zerstört worden sind. Im Gegensatz zu allen anderen Codes sind keine Ruhezonen nötig! Der Code kann so an jeder beliebigen Stelle platziert werden. Aztec ist bei AIM Internatonal standardisiert, eine Spezifikation dort erhältlich. (Code-Übersicht)

B (zum Inhaltsverzeichnis)

Balken

Ein einzelner horizontaler oder vertikaler Strich, also das dunkle Element eines Barcodes. Seine binäre Wertigkeit ist Eins.

Barcode / Strichcode

Buchstaben, Symbole oder Ziffern, die einer bestimmten Vorschrift folgend in eine Sequenz von Strichen und Lücken umgewandelt sind. Diese Striche und Lücken haben feste Breiten.

Barcodebreite

Die totale Länge einer barcodierten Nachricht.

Barcodedichte

Gibt die Anzahl der pro Längeneinheit darstellbaren Zeichen an. Sie wird meist in "Characters per inch (cpi) = Zeichen pro Zoll" angegeben.

Barcodefehldruck

Werden Barcodes beispielsweise mit Nadeldruckern gedruckt, bei denen einzelne Nadeln defekt sind, so können ungewollte Lücken entstehen. Dies kann zu Fehllesungen führen.

Barcodelänge

Ausdehnung eines Barcodes in der Längsdimension.

BCD

Ein in Datenverarbeitungsanlagen sehr häufig verwendeten Code zur Darstellung von Dezimalzahlen (BCD = Binär codierte Dezimalzahlen). Jede Ziffer wird in vier Bits codiert.

Bi-Optik (bi-optic)

Bi-optic ist ein Standardbegriff für mehrseitiges Scannen bzw. von 2 (=bi) Seiten Scannen, da ein Scanner horizontal und ein Scanner vertikal angebracht ist.

Bidirektionale Barcodes

Sie können sowohl in Vorwärtsrichtung als auch in Rückwärtsrichtung eingelesen werden. Dies trifft für alle heute gängigen Barcodes zu. Erreicht wird diese Eigenschaft durch Start- und Stopzeichen, mit denen der Barcode begrenzt wird.

Bildformatverhältnis

In der einschlägigen Literatur meist unter der englischen Bezeichnung "Aspect Ratio" geführt, gibt das Verhältnis zwischen der Höhe und der Breite eines Barcodes wieder. So hat ein Barcode, der doppelt so hoch wie breit ist, ein Aspect Ratio von 2.

Bit

Die kleinste Darstellungseinheit für Daten in binärer Form. Bit ist die Abkürzung von "binary digit". Ein Bit kann die binären Werte Null und Eins annehmen.

Bluetooth

Namhafte Hersteller, wie Ericsson, IBM, Intel, Nokia und Toshiba haben sich 1998 zusammengeschlossen und einen neuen Funkstandard ins Leben gerufen – die Bluetooth Technologie. Diese gegründete Special Interest Groupe (SIG) zählt mittlerweile mehr als 1000 Unternehmen zu Ihren Mitgliedern.

Die Funktechnologie ist auf dem Vormarsch und erhält von unterschiedlichster Seite mehr und mehr Zuspruch. Bluetooth arbeitet in einem Frequenzbereich um 2,4GHz und nutzt das lizenzfreie ISM-Band (Industrial Scientific Medical). Ausserdem ist diese Technologie sehr energiesparend und daher bestens geeignet für mobile Endgeräte (Funktelefone, Scanner sowie Mobile Datenerfassungsgeräte).

Bluetooth unterscheidet zwei Arten der Verbindung:

  • Punkt-zu-Punkt-Verbindung, d.h. es findet eine Übertragung zwischen zwei Geräten statt
  • Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindung, d. h. es sind mehrere Geräte miteinander verbunden und die Übertragung erfolgt von einem zu mehreren Geräten. Hier spricht man von einem Pikonetz (es können maximal 8 Bluetooth-Geräte miteinander verbunden werden).

Die Übertragungsrate liegt bei 1Mbits pro Sekunde wobei die Daten je nach Anwendung symmetrisch oder asymmetrisch übertragen werden können. Um Funkstörungen zu vermeiden bzw. die Abhörsicherheit zu verbessern, wechselt die Sendefrequenz bis 1600 mal pro Sekunde. Zuständig für die Sende- und Empfangsfunktionen ist ein so genannter Link-Manager, welcher sich in jedem Gerät befindet.

Byte

Acht Bit ergeben zusammengefasst ein Byte. Zwei Byte werden als Wort, vier Byte als Langwort bezeichnet.

C (zum Inhaltsverzeichnis)

CCD

Englische Abkürzung von "Charge coupled device"; zu Deutsch: Ladungsgekoppeltes Bildwandler-Element.

CCD-Elemente kommen bei Scannern zum Einsatz, nämlich in Form lichtempfindlicher Fotodioden, die die Vorlage abtasten und somit digitalisieren (=für den Computer verfügbar machen), indem sie z.B. hell oder dunkel als unterschiedliche Spannung darstellen. CCD-Elemente werden bis zu mehreren Millionen Stück auf den sogenanntegitalkameras eingesetzt.

CODABAR (Beispiel)

Barcode, der in der Medizin und Pharmazie eingesetzt wird. Er wurde 1977 durch die American Blood Commission (ABC) als Standardcode zur Auszeichnung von Blutkonserven festgelegt.

Ein Zeichen besteht aus sieben Elementen, von denen vier Elemente Striche und drei Elemente Lücken sind. Es gibt verschiedene Ausführungen dieses Barcodes, die sich durch die Breite der Elemente unterscheiden. Der Zeichenvorrat umfasst 10 Ziffern und sechs Sonderzeichen, eine Prüfziffer ist nicht vorgeschrieben. Die Länge des Barcodes ist variabel. (Code-Übersicht)

Codablock (A, F, 256) (Beispiel)

Codablock wurde von Heinrich Oehlmann in den Jahren 1990-1994 in Deutschland entwickelt. Das Prinzip arbeitet wie ein Zeilenumbruch eines Texteditors. Ist eine Zeile voll, so wird die nächste Zeile umgebrochen. Dabei wird jeder Zeile die Zeilennummer und dem fertigen Block die Anzahl der Zeilen eingefügt. Abgeschlossen wird das Ganze mit einer logischen Prüfsumme. So hat jede Zeile einen Indikator zur Orientierung der Lesegeräte und der gesamte Code zwei Prüfzeichen, mit denen der Inhalt der Gesamtnachricht abgesichert wird.

Codablock A basiert auf der Struktur des Code 39. In zwei bis 22 Zeilen können zwei bis 61 Zeichen (maximal 1340 Zeichen) codiert werden. Das Prüfzeichen über den gesamten Inhalt wird nach Modulo 43 berechnet.

Codablock F basiert auf der Struktur des Code 128. In zwei bis 44 Zeilen können jeweils vier bis 62 Zeichen (maximal 2725 Zeichen) codiert werden.

Codablock 256 ist wie der Codablock F aufgebaut. Er hat jedoch ein eigenes Start- /Stopzeichen. Jede Zeile verfügt über eine Fehlerkorrektur. (Code-Übersicht)

Code 128 (Beispiel)

Es werden vier verschiedene Elementbreiten verwendet. Mit dem Code 128 sind 128 ASCII-Zeichen sowie vier Steuer- und vier Sonderzeichen darstellbar. Die Verwendung einer Prüfziffer ist vorgeschrieben. Ein Zeichen des Codes 128 setzt sich aus 11 Modulen, nämlich drei Strichen und drei Lücken, zusammen. Ausnahme ist das Stopzeichen, das sich aus 13 Modulen zusammensetzt. Die Codelänge ist variabel. (Code-Übersicht)

Code 16K (Beispiel)

Der Code wurde 1988 von Ted Williams bei Laserlight Systems (USA) entwickelt. Der mehrreihige Code beruht auf den Merkmalen des UPC-Codes und der Code 128. Auf einer Fläche von 2,4 cm² können 77 ASCII - Zeichen oder 154 Ziffern codiert werden. Die Zeilenzahl variiert zwischen zwei und 16. Code 16K hat drei Formen der Fehlererkennung. Für jedes Zeichen wird die Parität überprüft. Jede Zeile wird indirekt über die Darstellung eines Start-/Stopzeichens erkannt. Es werden immer zwei Prüfsummenzeichen am Ende des Codes angefügt. Der Code 16K existiert in drei Versionen (A,B,C). Der Code ist mit allen herkömmlichen Lesegeräten lesbar, der Decoder muss nur geringfügig erweitert werden. Vor der Decodierung muss der gesamte Block erfasst worden sein. Eine genaue Spezifikation ist bei AIM USA verfügbar. (Code-Übersicht)

Code 2/5 Industrial (Code 2/5 5 Striche Industrie) (Beispiel)

Dieser Barcode ist ein Zweibreitencode, mit dem die Ziffern 0 bis 9 dargestellt werden können. Die Anzahl der Zeichen ist variabel, die Verwendung von Prüfziffern ist nicht vorgeschrieben. Es werden jeweils ein Start- und ein Stopzeichen verwendet. (Code-Übersicht)

Code 2/5 Interleaved (ITF) (Beispiel)

Der Code 2/5 Interleaved ist ebenfalls ein Zweibreitencode mit einem Zeichenvorrat von 10 Ziffern. Die Stellenzahl kann beliebig lang sein, muss aber geradzahlig sein. Die Verwendung von Prüfziffern ist nicht vorgeschrieben. Es werden ein Start- und ein Stopzeichen verwendet. (Code-Übersicht)

Code 2/5 3 Striche Matrix

Dieser Barcode besteht aus drei Strichen und zwei Lücken. Mit ihm können zehn Ziffern dargestellt werden. Er ist ein Zweibreitencode, im Start- und Stopzeichen befindet sich aber ein überbreiter Strich. Seine Länge ist variabel. (Code-Übersicht)

Code 39 (Beispiel)

Der Code 39 ist ein Zweibreitencode mit folgendem Zeichenvorrat: 10 Ziffern, 26 Buchstaben, 7 Sonderzeichen und 1 Leerzeichen (Space). Das Start- und Stopzeichen entsprechen dem ASCII-Zeichen 42 (2AH), dem '*'. Auch hier sind Prüfziffern nicht vorgeschrieben. Die Länge des Barcodes ist variabel. Jedes Zeichen besteht aus 5 Strichen und 4 Lücken, insgesamt also 9 Elementen, von denen 3 breit und sechs schmal sind.(Code-Übersicht)

Code 39 extended (erweitert) (Beispiel)

Im Gegensatz zum normalen Code 39 können mit dem erweiterten Code 39 insgesamt 128 Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz dargestellt werden. Die Umschaltung in den erweiterten Zeichenvorrat und zurück in den Vorrat des normalen Code 39 erfolgt mit Steuerzeichen. (Code-Übersicht)

Code 49 (Beispiel)

Der erste mehrreihige Code wurde 1987 für Anwendungen in der Raumfahrt von David Allais bei Intermec (USA) entwickelt. Die Reihenzahl variiert zwischen zwei und vier. Jede Reihe besteht aus insgesamt 70 Modulen, einem Startzeichen (2 Module), vier Datenwörter (2x16 Module) und einem Stopzeichen (4 Module). Maximal können 49 alphanumerische Zeichen bzw. 81 Ziffern codiert werden. Der Code 49 hat drei Formen der Fehlererkennung. Für jedes Zeichen wird die Parität überprüft. Jede Zeile enthält als letztes Zeichen ein Prüfzeichen. Am Ende des Codes werden zwei oder drei Prüfzeichen angehängt. Code 49 hat sechs Steuercodes mit Sonderfunktionen. Mit einem erweiterten Decoder kann der Code von allen herkömmlichen Lesegeräten identifiziert werden. Vor der Decodierung muss der gesamte Block des Codes erfasst worden sein. Eine genaue Codespezifikation ist bei AIM USA verfügbar. (Code-Übersicht)

Code 93 (Beispiel)

Mit dem Code 93 können 4 Steuerzeichen, 10 Ziffern, 26 Buchstaben, 6 Sonderzeichen und ein Leerzeichen dargestellt werden. Seine Länge ist variabel, die Verwendung von Prüfziffern ist vorgeschrieben. Es werden vier verschiedene Elementbreiten verwendet. Jedes Zeichen besteht aus neun Modulen, mit denen sechs Elemente gebildet werden. Drei dieser Elemente sind Striche. (Code-Übersicht) (Erweiterter Code 93)

Code One / Code One S (Beispiel)

Der viereckige (oft beinahe quadratische) Code One war der erste 2D-Code für allgemeine Anwendungen. Er wurde 1991 von Ted Williams bei Laser Light Systems (USA) entwickelt. An seinen waagrechten und senkrechten Suchbalken ist er leicht zu erkennen. Es können bis zu 2218 alphanumerische Zeichen oder bis zu 3550 Ziffern codiert werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt ein festes Level für jede der 14 verschiedenen Grössen. Code One S ist die Version des Code One für den Druck mit Tintenstrahlsystemen. Code One ist bei AIM International standardisiert. (Code-Übersicht)

Code-Typen (Kodierung) (Musterbeispiele)

Codes (Diagramm-Übersicht)

CodeGate®

Während der CodeSens - Modus oder die IR-Aktivierung für die Aktivierung des Laserstrahles zuständig ist, ermöglicht die CodeGate-Technologie das gezielte Lesen und übertragen von Barcodes.

Da der Scanner sofort jeden Barcode erfassen würde, stellt die CodeGate-Technologie eine Art "Schutzfunktion" dar, die Fehllesungen vermeidet. Erst wenn der richtige Barcode selektiert ist, wird per Tastendruck über die CodeGate-Funktion der Decoder freigegeben und das Datenpaket übertragen.

Zur Veranschauung: [CodeGate mit CodeSens] , [CodeGate mit IR-Aktivierung]

CodeSensâ„¢

Der von Metrologic erfundene CodeSens-Modus ermöglicht Laserscanner-Technologie zu Einsteigerpreisen. Der Laserscanner pulsiert solange, bis er einen Barcode wahrnimmt und geht von dem pulsierenden CodeSens- in den Scanmodus über. Die gut sichtbare Scanlinie kann nun auf den gewünschten Barcode gerichtet werden und erst per Knopfdruck wird der dekodierte Barcode zum Host übermittelt.

Codewort (codeword)

Symbolzeichen, die mit der niedrigen Verschlüsselung eines oder mehrerer Datenzeichen in einer Symbologie, in der mit Datenkompressions- Techniken gearbeitet wird, übereinstimmen.

Codierfläche

Die Codierfläche besteht aus einer Strichcodierung, zwei hellen Ruhezonen und einer Klarschriftzeile. Die Strichcodierung enthält die verschlüsselte Information, bestehend aus eingefärbten Strichen und nicht eingefärbten Lücken. Die Ruhezone befindet sich vor und hinter der Strichcodierung und dient zur Abgrenzung des zu identifizierenden Objektes. Die Klarschriftzeile befindet sich unter der Strichcodierung und stellt die gesamte verschlüsselte Information in lesbarer Schrift dar.

Color Ultra Code (Beispiel)

Der Color Ultra Code ist eine farbige Version des Ultra Codes. Die senkrechten schwarzen Balken fungieren als Start- und Stopzeichen, der waagrechte schw. Balken fungiert als Orientierungssymbol. Der gesamte Code besteht aus 8 Reihen zu je 30 Elementen. Das erste und das letzte Element jeder Zeile ist schwarz und dient als Start- bzw. Stopzeichen. Die Datenzellen werden aus sechs versch. farbigen Zellen gebildet, die in ihren Abmessungen differieren können. Diese Datenzellen bilden im Code Datensäulen, die entweder aus den additiven Farben Rot, Grün und Blau oder den subtraktiven Farben Cyan, Magenta und Gelb bestehen. Die additiven und subtraktiven Datensäulen wechseln sich ab, so dass nie zwei gleiche Farben nebeneinander stehen. Wie beim Ultra Code können sowohl alphanumerische als auch japanische, chinesische, koreanische, griechische , kyrillische und lateinische Schriftzeichen codiert werden. Die Reed-Solmon- Fehlerkorrektur unterstützt mehrere Security-Levels. Der Platzbedarf des Color Ultra Codes verringert sich gegenüber dem s/w - Ultra Code auf die Hälfte. (Code-Übersicht)

Composite Codes (Doppelcode-Symbole)

Die Kombination von 1D- und 2D Codes bezeichnet man auch als Composite-Codes. Der praktische Vorteil der Composite-Symbole ist, dass die bisherigen Lesegeräte die 1D Information immer noch lesen können und nur für die im 2D-Code-Anteil zusätzlich enthaltene Information, neue 2D Lesegeräte benötigt werden.

CP Code (Beispiel)

Der CP Code wurde zu Beginn der 80er Jahre bei ID Tech (Japan) entwickelt. Er ähnelt vom Aussehen her dem Data Matrix Code. Der quadratische Code hat eine L- förmige Suchhilfe am Rand und anliegende Zielmarkierungen. In dem 16-Bit Code können 250 alphanumerische Zeichen codiert werden. Der Code wurde für Eigenanwendungen entwickelt. CP Code ist nicht standardisiert. (Code-Übersicht)

D (zum Inhaltsverzeichnis)

Data Matrix (Data-Matrix-Code kurz DMC) (Beispiel)

Data Matrix wurde in den späten 80ern bei International Data Matrix (USA) entwickelt. Es existieren verschiedene Entwicklungsstufen (ECC 0 bis 200, ISS-Data Matrix). Die aktuelle und sicherste Version ist Data Matrix ECC 200. Sie wurde während der AIM - Überprüfung entwickelt. Die Grösse des rechteckigen Codes ist variabel. Die Symbolelemente sind quadratisch. Das Suchelement sind eine waagrechte und eine senkrechte Begrenzungslinie, die die Ecke beschreiben, die bei der Lesung zur Orientierung dient. Grössere Codes besitzen Gitterausrichtungsbalken. Es können 2334 ASCII-Zeichen (7 Bit), 1558 erweiterte ASCII-Zeichen (8 Bit) bzw. 3116 Ziffern codiert werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur bietet eine hohe Datensicherheit. Die Rekonstruktion des Dateninhaltes ist selbst dann noch möglich, wenn bis zu 25% des Codes zerstört worden sind. Data Matrix ist bei AIM International standardisiert, eine Spezifikation ist dort erhältlich. (Code-Übersicht)

DataStrip (Beispiel)

DataStrip wurde zu Beginn der 90er Jahre von DataStrip Systems Ltd. (England) entwickelt. Es können sowohl Texte als auch Grafiken, Fotos und biometrische Daten codiert werden. Diese Informationen können weiter verschlüsselt werden, so dass ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet wird. Die Codierung erfolgt mittels rechteckiger Blöcke die den logischen Zuständen "0" und "1" entsprechen. Diese "Dibits" werden zu Data Lines zusammengefasst und fortlaufend als Streifen gedruckt. Es können beliebig viele Datenmengen (160 Bytes/cm) codiert werden. Der Code ist nicht standardisiert. (Code-Übersicht)

Datenbank

Allgemein eine geordnete Sammlung von Daten aller Art. Zum Beispiel eine Artikeldatei, welche Artikelnummer, Artikelbezeichnung, Artikelbestand und Verkaufspreis beinhaltet. Durch die Eingabe der Artikelnummer mittels Barcode, können die andern Daten zugeordnet werden.

Decodieren (Barcode)

Die Umwandlung von elektrischen Digitalsignalen des Scanners in die dem entsprechenden Barcode zugeordneten Zeichen.

Dichte von Strichcode

Die Informationsdichte von Strichcodes wird im englischen Sprachraum in der Einheit cpi (= characters per inch = Anzahl der darstellbaren Zeichen per inch) angegeben. Bei uns wird die Dichte oft in "Platzbedarf pro Zeichen", also in Millimetern/Zeichen ausgedrückt. Um bei beengten Platzverhältnissen auf der codierbaren Fläche einen Strichcode unterzubringen, ist eine hohe Dichte (d.h. möglichst viel Information (Zeichen) pro Längeneinheit) notwendig. Wird aus einer grösseren Entfernung gelesen, ist es günstiger einen Strichcode mit geringerer Dichte zu verwenden. Nach der jeweiligen Modulbreite X wird zwischen mehreren Druckdichten unterschieden:

Ultra high density-Code   X > 0,19mm
High density-Code 0,19mm < X = 0,24mm
Medium density-Code 0,24mm < X = 0,30mm
Low density-Code 0,30mm < X = 0,50mm
Einsatz bei grossen Entfernungen   X = 0,30mm

Diskrete Codes

Beginnen und enden jeweils mit einem Balken. Aus diesem Grunde enthalten die Zwischenräume zwischen zwei verschiedenen Zeichen keine Information.

Dot Code A (Beispiel)

Der Dot Code A ist eines von einer limitierten Anzahl von Dot Code Symbolen. Er wurde zur Identifikation von Objekten in relativ kleinen Bereichen entwickelt. Das Symbol besteht aus aus einer quadratischen Anordnung von Punkten (dots) in der Grösse von 6x6 bis 12x12 Punkten. Letztere ermöglicht 42 Milliarden Artikel zu unterscheiden. Frühe Anwendungen existieren in der Identifikation von Laborgläsern und Markierung von Wäsche in Wäschereien. Der Code ist nicht bei AIM International standardisiert. (Code-Übersicht)

Druckausbreitung und Druckschrumpfung

Erscheinungen beim Einsatz von Nadel- und Tintenstrahldruckern, die man als Programmierer nicht beeinflussen kann. Aufgrund des Zustandes des Farbbandes bzw. der Saugfähigkeit des Papiers kann es vorkommen, dass einzelne Striche breiter oder schmaler als berechnet gedruckt werden.

Druckkontrastsignal

Im Englischen: Print Contrast Signal PCS; das Verhältnis zwischen den Reflexionswerten der Lücken und der Striche bezogen auf die Lücken und damit auf den Barcodeträger. Es wird nach der folgenden Formel berechnet: PCS = (Reflexion Lücke - Reflexion Striche) / Reflexion Lücke

E (zum Inhaltsverzeichnis)

EAN (Beispiel)

(European Article Numbering) Europäische Artikelnummerierung. Ein numerischer Code, der aus 8 Zeichen (EAN 8) oder 13 Zeichen (EAN 13) besteht. Vom Aufbau ist er zum amerikanischen UPC (Universal Product Code) kompatibel. Viele Decoderbausteine ermöglichen eine automatische Erkennung der Barcodes EAN und UPC. (Code-Übersicht)

EAN 13 (Beispiel)

Es stehen drei verschiedene Zeichensätze zur Verfügung mit einem Zeichenvorrat von je zehn Ziffern. Die Zeichen setzen sich aus vier unterschiedlich breiten Elementen zusammen. Prüfziffern sind vorgeschrieben, die Barcodelänge ist auf dreizehn Stellen begrenzt. Es werden ein Start-, ein Stop- und ein Trennzeichen verwendet. Als Start- und Stopzeichen dienen hier sogenannte Randzeichen. (Code-Übersicht)

EAN 8 (Beispiel)

Hier gibt es zwei Zeichensätze A und C mit jeweils 10 Ziffern. Die Länge ist auf acht Stellen festgelegt. Dieser Barcode ist besonders für Artikel gedacht, die wenig Platz zum Aufdruck von Barcodes bereitstellen. Ein Zeichen setzt sich - wie auch beim EAN 13 - aus sieben Elementen zusammen. Die Verwendung von Prüfziffern ist vorgeschrieben. Auch hier werden ein Start-, ein Stop- und ein Trennzeichen verwendet. (Code-Übersicht)

EAS (Elektronische Diebstahl Sicherung)

EAS steht für den englischen Begriff des „Electronic Article Surveillance“, was im übertragenen Sinne mit „elektronischer Diebstahl Sicherung“ übersetzt werden kann. Diese Diebstahlsicherung basiert auf einer Erweiterung des klassische Barcode-Etiketts um eine aus elektrisch leitendem Material integrierte Spule.

Physikalischen Gesetzen zu Folge überträgt sich Energie auf eine geschlossene Spule, wenn sie einem elektromagnetischem Feld ausgesetzt wird. Dieser Prozess wird bei der Deaktivierungs-Antenne genutzt. Am Kassenplatz wird zur Deaktivierung das Etikett mit einem starken elektromagnetischen Impuls gearbeitet. Sobald das EAS-Etikett in den Bereich der Deaktivierungs-Antenne gebracht wird, lädt sich die Spule soweit auf, das sie an einer bestimmten Stelle „durchbrennt“ und somit deaktiviert wird. Die Checkout-Kontrollen am Ausgangsbereich können somit kein Signal mehr von den entwerteten EAS-Etiketten empfangen.

Dieses Verfahren wird von der Firma Checkpoint Systems für die Erstellung von Diebstahl Sicherungssystemen am POS angewendet. Metrologics neue omnidirektionale Scanner-Generation beinhaltet bereits standardmässig die nötigen Deaktivierungs-Antennen zum Entwerten der Etiketten. Innerhalb eines Scannvorgangs findet somit die automatische Entwertung statt, womit weitere Arbeitsschritte zur Entsicherung der Artikel entfallen und der Kassiervorgang beschleunigt wird. Die Scanner können problemlos in bereits installierte Sicherheitssysteme der Firma Checkpoint integriert werden.

Element

Sowohl die Striche als auch die Lücken eines Barcodes.

EPC

Der Electronic Product Code (EPC) ermöglicht es, Produkte automatisch eindeutig zu identifizieren.

Für den auf dem Etikett aufgebrachten Standard wird eine 96 bit-Technologie verwendet, dieser setzt sich aus dem UPC / EAN und einer herstellerabhängigen Seriennummer zusammen. Das Etikett besteht aus einem RFID-Tag, der mittels einer Datenbank ausgewertet wird, die mit dem Internet verbunden ist. Der EPC soll in Zukunft den den 13-stelligen EAN-Barcode ablösen.

Erstleserate

Gibt das Verhältnis der im ersten Lesevorgang richtigen Einlesungen zur Gesamtzahl aller Einleseversuche an.

Erweiterter Code 93 (Beispiel)

Mit Hilfe der Steuerzeichen '$', '/', '%' und '+' können 128 Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz dargestellt werden. Ansonsten gelten die gleichen Angaben wie beim normalen Code 93. (Code-Übersicht) (Code 93)

F (zum Inhaltsverzeichnis)

Fehlerrate

Das Verhältnis der fehlerhaften Leseversuche zur Gesamtzahl aller Leseversuche.

Fehllesung

Solche Lesevorgänge, bei denen das Ergebnis nicht mit dem aufgedruckten Barcode übereinstimmt.

Fortlaufende oder kontinuierliche Codes

Bei diesen Barcodes tragen auch die Trennlücken Informationen.

Führungsbalken oder Trennbalken

Die überlangen Balken, die am Anfang, im Zentrum und am Ende der Barcodes EAN und UPC stehen.

G (zum Inhaltsverzeichnis)

Gewichtung

Zur Berechnung einer Prüfziffer dienen bestimmte mathematische Algorithmen. Im allgemeinen werden die Nutzziffern addiert, nachdem sie zuvor mit einem bestimmten Faktor, dem sogenannten Gewichtungsfaktor, multipliziert wurden. Beispiel: Die Nutzziffern lauten 12345, die Gewichtung ist 13131. Dann wird die erste Nutzziffer mit Eins, die zweite mit drei, die dritte wieder mit Eins usw. multipliziert. Die Summe ergibt in diesem Fall 27 (1 x 1 + 3 x 2 + 1 x 3 + 3 x 4 + 1 x 5). In diesem Zusammenhang ist auch der Begriff Modulo (siehe darunter) von Bedeutung.

GS1 DataBar (ehem. RSS-14 Code) (Beispiel)

Der RSS-Code ist eine Erweiterung der UPC/EAN-Familie. Die Rechte liegen hier bei der UPC/EAN Organisation. Mit dem RSS-Code hat man 1996 einen richtungsweisenden Barcode geschaffen, der den neuen und grossen Anforderungen des Handels als auch des Gesundheitswesens gerecht wird. Der platzsparende und durch die EAN-Gemeinschaft standardisierte Strichcode kann auf Fingernagelgrösse reduziert werden und passt somit auch auf die kleinste, unförmigste Abgabeeinheit. Der RSS-Code ist eine Kombination von Strich- und Stapelcodes. Diese Kombination von 1D- und 2D-Codes bezeichnet man auch als Composite Codes. Der Strichcode gewährleistet die eindeutige Artikelidentifikation (Artikelnummer) und der Stapelcode enthält zusätzliche Daten zu Dokumentationszwecken, wie Verfallsdaten, Gewicht, logistische Informationen etc.

Diese Vorteile, brachten einen der weltweit führenden Hersteller von Pharmazeutika, Diagnostika, Ernährungs- und Medizinprodukten, "Abbott Laboratories Inc.", dazu, sich für RSS zu entscheiden, um kleinste Einheiten von pharmazeutischen und infusionstherapeutischen Produkten zu kennzeichnen. Die Chargen- und Verfallsdatencodierung zählt jedoch nicht nur im Krankenhaus zu einer der wichtigsten Qualitätssicherungsmassnahmen, sondern ebenfalls entlang der pharmazeutischen Distributionskette. Aufgrund ihrer Flexibilität ermöglicht die RSS-Symbologie die durchgängige Nutzung nur eines Strichcodes. Der bereits heute gängige EAN13-Strichcode kann um Charge und Verfallsdatum in der neuen Symbologie ergänzt werden, ohne dabei wesentlich mehr Platz auf der Verpackung zu beanspruchen. In der Apotheke kann so weiterhin der EAN-Strichcode mit der vorhandenen Scannertechnologie verarbeitet werden. Hersteller und Pharmagrosshandel können im Rahmen der Qualitätssicherung zusätzlich die Chargen und Verfallsdaten automatisch erfassen und dokumentieren. (Code-Übersicht)


H (zum Inhaltsverzeichnis)

Handscanning

Das Erfassen von Barcodes mittels handgeführten Lesegeräten, wie zum Beispiel Lesestiften.

Hintergrundreflexion

Die Reflexionseigenschaften der Materialien, auf die Barcodes ausgedruckt werden sollen.

I (zum Inhaltsverzeichnis)

Infrarot-Aktivierung (IR-Aktivierung) von Metrologic

Die patentierte Infrarot-Sensor-Technologie bewirkt eine automatische Aktivierung des Scannervorgangs. Der Barcode wird lediglich vor den Scanner gehalten, was zum Einschalten des Lasers und zur automatischen Übertragung (siehe CodeGate) der Daten führt. Dies erhöht die Effektivität und Produktivität bei deutlich verbesserter Ergonomie, da die ständige Auslösung per Hand entfällt.

IPC-2D (Beispiel)

Im Auftrag von UCC und EAN International wird zur Zeit ein Code für die Ergänzung der Artikelkennzeichnung entwickelt. Geplant ist, in diesem Code Angaben über Gewicht, Menge u. a. zu codieren. Der IPC-2D wird dann als gestackter Code über die linearen Codes EAN, UPC, IPC oder UCC/EAN-128 angebracht. Eine Standardisierung liegt noch nicht vor.  (Code-Übersicht)

K (zum Inhaltsverzeichnis)

Kontrast

Der Unterschied zwischen dem Reflexionsvermögen von dunklen Strichen und hellen Lücken.

L (zum Inhaltsverzeichnis)

LASER

Abkürzung für "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation" (Lichtverstärkung durch angeregte Aussendung von Strahlen).

Laser-Scanner

Ein Barcodelesegerät, welches einen energiearmen LASER als Lichtquelle benutzt.

LED

Abkürzung für "Light Emitting Diode", Leuchtdiode.

Leitercode

Ein vertikal aufgedruckter Barcode, dessen Striche wie die Sprossen einer Leiter wirken.

Leseabstand

Gibt den maximalen Abstand an, den ein Lesegerät zum Barcode haben darf, um ihn gerade noch richtig einlesen zu können. Die Leseabstände, die mit einem bestimmten Lesegerät erreichbar sind, können den Datenblättern der Hersteller entnommen werden.

Lesebereich

Der Bereich, der beim Einlesen eines Barcodes vom Scanner überstrichen wird. Er ist besonders wichtig bei der automatischen Erfassung von Barcodes, zum Beispiel bei Gütern, die auf Fliessbändern transportiert werden.

Lesestift

Ein mit der Hand geführtes Lesegerät zum Erfassen von Barcodes. Lesestifte werden direkt über den Barcode geführt, weshalb man sie zu den Berührungslesern zählt.

Lineare (einzeilige) Barcodes / Eindimensionaler Code (1D-Codes)

Lineare Barcodes bestehen aus einer Zeile mit Balken und Zwischenräumen. Die Codes können mit einem Lesestift, einem CCD-Scanner oder einem Laserscanner gelesen werden. (Code-Typen)

Vorteile:

  • Breites Angebot an Druck- und Erfassungssystemen

Nachteile:

  • Limitierte Informationsmenge, da die Barcode-Länge nicht beliebig erweiterbar ist
  • Limitierte omnidirektionale Erfassung, da die Symbole quadratisch angeordnet werden müssen

Lücke

Das helle Element eines Barcodes.

M (zum Inhaltsverzeichnis)

Matrix-Codes

Matrix-Codes (2D-Codes) bestehen aus polygonisch, meist viereckig (rund / oder anders geformt) angeordneten Gruppen von Datenzellen mit einem typischen Orientierungssymbol (finder patterns), an dem der Codetyp erkannt werden kann. Die Codes können mit einem 2D-Scanner gelesen werden. (Code-Typen)

Vorteile:

  • Erweiterte Informationsmenge (hohe Informationsdichte) durch die flächenmässige Aufteilung der Information
  • Sehr gute omnidirektionale Lesbarkeit durch die Positionierungshilfen und 2D Bilder-Erfassung
  • Hohe Lesesicherheit durch automatische Fehlererkennung und -korrektur der 2D-Scanner
  • Lesbarkeit auch bei niedrigen Kontrasten oder leichter Beschädigung des Codes

Nachteile:

  • Voraussetzung zur Dekodierung ist die Verwendung von 2D - (Bild- /Image-) Scannern, mit sehr leistungsfähigen (RISC) Prozessoren

MaxiCode (Beispiel)

Der MaxiCode wurde 1989 bei UPS zur schnellen Identifizierung, Verfolgung und Sortierung von Paketen entwickelt. Er hat eine feste Grösse von 25,4 mm x 25,4 mm (1in. x 1in.). In die sich so ergebende Fläche können 144 Symbolzeichen, d.h. 93 ASCII-Zeichen oder 138 Ziffern codiert werden. Im Mittelpunkt des Codes befindet sich das Suchmuster, das aus drei konzentrischen Kreisen besteht. Um das Suchmuster herum sind in 33 Reihen 866 wabenförmige Sechsecke angeordnet. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt anwenderspezifisch mehrere Security- Levels und bietet eine hohe Datensicherheit. Die Rekonstruktion ist selbst dann noch möglich, wenn bis zu 25% des Codes zerstört worden sind. Maxi Code ist bei AIM International standardisiert, eine Spezifikation ist dort erhältlich. (Code-Übersicht)

Mehrbreitencodes (vgl. Zweibreitencode)

Bei Mehrbreitencodes bestehen die Strichcodes aus Elementen mit mehr als zwei Breiten. (Beispiel: EAN 13 Code, weitere Mehrbreiten-Codes, Code-Übersicht)

Vorteile:

  • Grosse Informationsdichte

Nachteile:

  • Aufwendiger in der Herstellung (Geringere Toleranzen, Verschlüsselung)

Mehrfachlesung

Wenn ein Barcode zu lang ist, um in einem Versuch gelesen zu werden, so besteht z. B. beim Code 128 die Möglichkeit, ihn in zwei kleinere Teile zu zerlegen und diese getrennt zu erfassen. Der Decoder muss den zuerst gelesenen Teil zwischenspeichern. Später wird das gesamte Ergebnis auf einmal übertragen.

Micro PDF (Beispiel)

Der Micro PDF Code wurde 1997 bei Symbol Technologies (USA) aus den meisten Merkmalen des Standard PDF417 entwickelt. Er benötigt wesentlich weniger Platz, wurde aber in der Datenkapazität und in der Flexibilität reduziert. Statt der Start-, Stop- und Reihenindikatoren werden "Row Address Patterns" am Anfang und Ende jeder Reihe, bei 3- und 4-spaltigen Symbolen in der Mitte jeder Reihe eingesetzt. Es können 366 Zahlen oder 250 alphanumerische Zeichen codiert werden. Micro PDF hat einige feste Security Levels, die 28-67% des Symbols belegen. Eine Standardisierung liegt noch nicht vor. (Code-Typen)

MIL

Ein Tausendstel eines Zoll 0,001 inch), ungefähr 0,0254 mm.

MiniCode (Beispiel)

In 255 Zellen werden kleine oder grosse Datenmengen mit einer patentierten Codiermethode als quadratischer Matrixcode dargestellt. Der MiniCode ist ideal für Hand- oder mobile Lesegeräte. Er wird zur Zeit nur für Eigenanwendungen gebraucht. Der Code ist nicht bei AIM International standardisiert. (Code-Übersicht)

Mobile Lesegeräte

Tragbare Lesegeräte, die oftmals mit Datenspeichern ausgestattet sind, so dass die Daten an verschiedenen Orten erfasst werden können und zu einem späteren Zeitpunkt abrufbar sind. Es existieren auch funkgesteuerte Lesegeräte, welche mit dem Computer über Funk verbunden sind.

Modul

Das schmalste Element eines Barcodes. Breite Striche und Lücken errechnen sich als Vielfache eines Moduls.

Modulbreite

Die Breite des schmalsten Elementes eines Barcodes, eines Moduls, in Millimeter.

Modulo

Ein mathematisches Verfahren, um den bei einer Division auftretenden Rest zu ermitteln. In der Barcodetechnik wird so häufig eine Prüfziffer berechnet. Beispiel: 108 MOD 10 = 8, da 108 : 10 = 10, Rest 8 8 ist in diesem Beispiel das Ergebnis der Moduloberechnung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der Begriff der Gewichtung.

N (zum Inhaltsverzeichnis)

Nominalgrösse

Die Standardgrösse eines Barcodes. Die meisten Barcodes dürfen in bestimmten Bereichen auch vergrössert oder verkleinert werden. Die Nominalgrösse eines Moduls im EAN-Code ist 0,33 mm. Beim EAN-Code sind insgesamt 10 Vergrösserungsfaktoren im Bereich von 0,8 bis 2,0 zulässig. Die genauen Werte können der DIN 66236 entnommen werden.

O (zum Inhaltsverzeichnis)

OCR

Abkürzung für "Optical Character Recognition". Darunter versteht man maschinenlesbare Zeichen, die auch für Menschen lesbar sind. Es gibt zwei verschiedene OCR Schriften, OCR-A und OCR-B. OCR-A wurde besonders im Hinblick auf Maschinenlesbarkeit entwickelt. OCR-B ist auch für Menschen leicht lesbar. Die Klarschrift unter EAN- oder UPC-Barcodes ist OCR-B, in diesen Anwendungen aber nicht zur maschinellen Einlesung vorgesehen.

Omnidirektional

Mit omnidirektionalen Lesegeräten können die Barcodes aus jedem beliebigen Winkel erfasst werden. In Supermärkten findet man häufig diese Lesegeräte, die meist als Laser-Scanner installiert sind. Die Barcodes müssen nicht nach dem Lesegerät ausgerichtet werden.

Warum sollte man sich einen Barcodelaserscanner mit omnidirektionalen Scanmuster kaufen?

  • Schnelligkeit
  • Leichtere Lesbarkeit
  • Erhöhte Kontrolle
  • Verbesserte Arbeitsergonomie
  • Entlastendes Arbeiten

Dies sind nur einige der unzähligen Vorteile eines omnidirektionalen Scanners. Der technische Unterschied liegt in der Anzahl der Scanlinien. Während man bei Einlinien-Scannern das Produkt drehen und wenden muss, um den Barcode mit der Laserlinie mindestens einmal komplett zu überstreichen, bildet das omnidirektionale Scanmuster sternförmig eine Abtastfläche aus 20 Scanlinien. Die genaue Justierung des Barcodes entfällt. Diese Eigenschaft ist besonders wertvoll, wenn Sie viele Produkte mit unterschiedlichsten Barcodes, die in keiner bestimmten Position und Richtung angeordnet sind scannen müssen. Besonders bei höherem Scanaufkommen (Kassendurchsatz) kann dies enorme Zeitersparnis, kürzere Warteschlangen und zufriedenere Kunden schaffen. Omnidirektionale Scanner sind aufgrund ihres Scanmusters auch besser dafür geeignet, qualitativ schlechte, verknitterte oder sogar zerrissene Barcodes zu lesen.

P (zum Inhaltsverzeichnis)

Parität

Es gibt eine gerade und eine ungerade Parität. Bei der geraden Parität wird die Anzahl der Einsen eines Bytes auf eine gerade Anzahl ergänzt, bei der ungeraden Parität ist die Anzahl der Einsen ungerade. Paritätsbits bieten eine Möglichkeit zur Fehlererkennung bei der Datenerfassung oder Datenübertragung. Wurde beispielsweise gerade Parität gewählt, das Ergebnis hat aber eine ungerade Anzahl von Einsen, so ist mit Sicherheit ein Fehler aufgetreten.

PDF 417 (Beispiel)

Der PDF 417 Code wurde in den späten 80er Jahren bei Symbol Technologies (USA) entwickelt. PDF steht dabei für "Portable Data File". Die Zeichen werden in einzelnen Codewörtern verschlüsselt. Diese bestehen aus 17 Modulen, diese wiederum aus jeweils vier Balken und vier Zwischenräumen. Die Zeilenzahl beträgt mindestens 3, höchstens 90. Jede Zeile besteht aus sieben Teilen: Ruhezone, Startzeichen, Zeilenindikator links, Datenbereich (ein bis 30 Module), Zeilenindikator rechts, Stopzeichen und Ruhezone. Die Zeilenindikatoren dienen als Orientierungshilfe. Entscheidend sind das erste und das letzte Codewort einer Zeile. Zwei Codeworte dienen als Prüfzeichen. Bis 510 Codewörter können als zusätzliche Fehlerkorrektur eingesetzt werden. PDF 417 ist in Höhe und Breite variabel, so dass er an verschiedene Platzansprüche angepasst werden kann. Es können bis zu 1850 ASCII-Zeichen bzw. bis zu 2710 Ziffern verschlüsselt werden. Vor der Decodierung muss der gesamte Block des Codes erfasst worden sein. PDF 417 ist bei AIM USA standardisiert, eine Spezifikation ist dort erhältlich. (Code-Typen)

Print Contrast Signal PCS

Siehe Druckkontrastsignal.

Programm

Eine logische Folge von Befehlen.

Prüfziffern

Dienen der besseren Erkennbarkeit von Fehlern bei der Decodierung. Bei einigen Barcodes sind Prüfziffern zwingend vorgeschrieben.

Q (zum Inhaltsverzeichnis)

QR Code (Beispiel)

Der QR Code (Quick Response Code) wurde 1994 bei Nippondenso (Japan) entwickelt. Er ist quadratisch und anhand seiner Suchhilfen, ineinander geschachtelten hellen und dunklen Quadraten in drei Ecken, leicht zu erkennen. Die Symbolelemente sind Quadrate, von denen sich mindestens 21x21 und max. 177x177 Elemente im Symbol befinden. Es existieren 4 Fehlerkorrekturlevels, die eine Rekonstruktion des beschädigten Codes von 7% (Level L) bis zu 30% (Level H) zulassen. Es können bis zu 7089 Ziffern, 4296 alphanumerische Zeichen oder 1817 japanische Schriftzeichen (Kanja/Kana) codiert werden. Der Inhalt kann auf bis zu 16 einzelne Codes aufgeteilt werden. Der QR Code ist bei AIM International standardisiert, eine Spezifikation ist dort erhältlich. (Code-Übersicht)

Qualifizierung

R (zum Inhaltsverzeichnis)

Redundanz

Elemente von Nachrichten, die nicht zur Darstellung der Nachricht verwendet werden, also im engeren Sinne überflüssig sind. Redundanzen sind aber erforderlich, um Fehler zu erkennen oder sogar zu korrigieren. Teilweise sind Redundanzen unerwünscht, in vielen Fällen werden sie aber ganz gezielt eingeplant. Prüfziffern sind demnach beispielsweise gewünschte Redundanzen.

Reflexion

Lichtstrahlen, die von der Grenzfläche zweier verschiedener Stoffe zurückgeworfen werden, nennt man reflektierte Lichtstrahlen.

RFID (Radio-Frequenz-IDentifikation) / Radiofrequenztechnik

Genau wie die Strichcodetechnologie ermöglicht die Radiofrequenztechnik eine berührungslose Datenübertragung. Dadurch können Informationen über unterschiedliche Entfernungen hinweg ausgetauscht werden. Der Unterschied besteht darin, dass keine Hell-Dunkel-Felder mit Lichtquellen abgetastet, sondern elektromagnetische Wechselfelder als Übertragungsmedium ausgenutzt werden.

Jedes automatisierte Identifikationsverfahren basiert auf dem Einsatz eines Codiersystems. Dies besteht aus einer Schreibstation (dem Codierer), dem Datenträger sowie einer Lesestation (Decodierer). Bei einem Radiofrequenzsystem zu Identifikationszwecken (RFID-System) erfolgen Codierung und Decodierung über die Schreib- / Lesestation (Interrogator); während Transponder als Programmierbare Datenträger eingesetzt werden.

Zentrale Komponente dieses häufig auch als "TAG" bezeichneten Datenträgers ist ein Mikrochip, der Informationen speichert und bei Bedarf über ein Koppelelement, meist eine Spule, die als Antenne wirkt, an die Umgebung abgibt.

Dies geschieht, wenn sich der Transponder im Ansprechbereich der Abfrageeinrichtung (Interrogator) befindet, die über ein elektromagnetisches Feld Signale aussendet. Es wird damit ein Dialog nach festgelegtem Kommunikationsprotokoll aufgebaut. Das Wechselspiel aus Übertragung und Ansteuerung erklärt im Übrigen die Wortschöpfung Transponder aus 'TRANSmitter' und 'resPONDER'. (TAGS)

RFID und Barcodes sind derzeit keine konkurrierenden Techniken sondern ergänzen sich in idealer Weise.

Kurzfassung: Wie funktioniert ein RFID-System?

Ein RFID System besteht immer aus einem Lese-/Schreibgerät (bestehend aus einer Antenne und einem Decoder) und einem Datenträger (jeweils ein Chip und eine Antenne in einem Träger (RFID-Transponder oder Tag)). Der Leser sendet elektromagnetische Impulse über seine Antenne aus. Der Transponder empfängt diese Impulse und sendet seine gespeicherten Informationen als Antwort zum Leser zurück.

Übliche Frequenzen:

125 kHz Meistverbreitete Frequenz für preisgünstige, passive RFID-Transpondersysteme
13,56 MHz Diese Frequenz wird hauptsächlich von RFID-Transponder Etiketten verwendet
2,4 GHz Häufig für LongRange Systeme verwendete Frequenz

Vorteile von RFID:

  • Funk-System, braucht keine Sichtverbindung zwischen Lesegerät und Transponder (z.B. Etikette, Smart-Label)
  • Wiederbeschreibbarkeit (aktive TAGS) oder die Möglichkeit zur Veränderung bzw. Ergänzung der Daten am TAG auch ohne Sichtkontakt und bei Bewegung
  • Funktionssicher auch bei widriger Umgebung

RSS-14 Code (Reduced Space Symbology) NEU GS1 DataBar (Beispiel)

Der RSS-Code ist eine Erweiterung der UPC/EAN-Familie. Die Rechte liegen hier bei der UPC/EAN Organisation. Mit dem RSS-Code hat man 1996 einen richtungsweisenden Barcode geschaffen, der den neuen und grossen Anforderungen des Handels als auch des Gesundheitswesens gerecht wird. Der platzsparende und durch die EAN-Gemeinschaft standardisierte Strichcode kann auf Fingernagelgrösse reduziert werden und passt somit auch auf die kleinste, unförmigste Abgabeeinheit. Der RSS-Code ist eine Kombination von Strich- und Stapelcodes. Diese Kombination von 1D- und 2D-Codes bezeichnet man auch als Composite Codes. Der Strichcode gewährleistet die eindeutige Artikelidentifikation (Artikelnummer) und der Stapelcode enthält zusätzliche Daten zu Dokumentationszwecken, wie Verfallsdaten, Gewicht, logistische Informationen etc.

Diese Vorteile, brachten einen der weltweit führenden Hersteller von Pharmazeutika, Diagnostika, Ernährungs- und Medizinprodukten, "Abbott Laboratories Inc.", dazu, sich für RSS zu entscheiden, um kleinste Einheiten von pharmazeutischen und infusionstherapeutischen Produkten zu kennzeichnen. Die Chargen- und Verfallsdatencodierung zählt jedoch nicht nur im Krankenhaus zu einer der wichtigsten Qualitätssicherungsmassnahmen, sondern ebenfalls entlang der pharmazeutischen Distributionskette. Aufgrund ihrer Flexibilität ermöglicht die RSS-Symbologie die durchgängige Nutzung nur eines Strichcodes. Der bereits heute gängige EAN13-Strichcode kann um Charge und Verfallsdatum in der neuen Symbologie ergänzt werden, ohne dabei wesentlich mehr Platz auf der Verpackung zu beanspruchen. In der Apotheke kann so weiterhin der EAN-Strichcode mit der vorhandenen Scannertechnologie verarbeitet werden. Hersteller und Pharmagrosshandel können im Rahmen der Qualitätssicherung zusätzlich die Chargen und Verfallsdaten automatisch erfassen und dokumentieren. (Code-Übersicht)

Ruhezone

Die helle Zone vor und hinter dem Barcode. Die Ruhezone R ist notwendig, um die Leseeinrichtung auf die Strichcodierung einzustellen. Ruhezonen trennen mehrere aufeinanderfolgende Barcodes voneinander. Werden sie nicht eingehalten, so kann es zu Fehllesungen kommen. Minimum 10x Modulbreite, jedoch mind. 2,5mm. Bei Scanneranwendungen mit einem grossen Tiefenschärfebereich muss die Ruhezone grösser gewählt werden. Hier gilt R = 15x Modulbreite, jedoch mind. 6,5mm.

S (zum Inhaltsverzeichnis)

Schlitzleser

Stationäre Lesegeräte (siehe auch darunter), wobei der mit einem Code bedruckte Datenträger durch einen Schlitz gezogen wird.

Selbstüberprüfende Barcodes

Anhand eines vorgeschriebenen Algorithmus ist es möglich, Strichcodes zu überprüfen. Im allgemeinen wird hierzu der gleichmässige Aufbau der einzelnen Zeichen eines Codes herangezogen, z. B. immer eine konstante Anzahl von Strichen und Lücken. Abweichungen von diesem Aufbau werden als Fehler erkannt.

Smart Code (Beispiel)

Der Smart Code ist eine grosse gedruckte Anordnung von binären Bits, die Datendateien codieren. Er ist geeignet für das Scannen und Decodieren von Seiten oder für direkte Faxübertragungen. Auf einer Seite haben so bis zu 30 Seiten Platz. Der Code wird für Eigenanwendungen genutzt. Smart Code ist nicht standardisiert. (Code-Übersicht)

Snowflake Code (Beispiel)

Der Snowflake Code ist eine quadratische Anordnung von Punkten, die dem Dot Code von Philips ähnelt. Der Code wurde für Eigenanwendungen entwickelt. Snowflake Code ist nicht standardisiert. (Code-Übersicht)

Spiegelung

Reflexion von Lichtstrahlen an der Grenzfläche zweier verschiedener Stoffe. Ist die mittlere Rauhigkeit dieser Flächen kleiner als 500 µm, so spricht man von spiegelnder Reflexion.

Stapelcode (stacked / gestapelte / mehrzeilige) Barcodes

Stapelcodes (stacked barcodes oder gestapelte Strichcodes) basieren auf Linearcodes, die mit kurzen Strichlängen übereinander gepackt werden. Mit anderen Worten ein Stapelcode besteht aus mehreren Zeilen mit Balken und Zwischenräumen. Sie haben meistens ein gemeinsames Start- und Stopzeichen. Die Codes werden mit einem CCD-Scanner oder einem Laserscanner zeilenweise gelesen. Der 2D-Scanner erkennt den Barcode als Gesamtsymbol. (Code-Typen)

Vorteile:

  • Benutzung der bestehenden "linearen" Scanner zur Dekodierung
  • Erweiterte Informationsmenge mit Zeilennummerierung und Prüfsumme, durch die Aufteilung auf mehrere Zeilen

Nachteile:

  • Wegen beschränkter Zeilenhöhe nur sehr begrenzte omnidirektionale Erfassung möglich

Start- und Stopzeichen

Ermöglichen das Einlesen von Barcodes sowohl in Vorwärts- als auch in Rückwärtsrichtung. Sie werden teilweise auch zur Feststellung der verschiedenen Barcodes herangezogen.

Stationäre Lesegeräte

Lesegeräte, die an einem Ort fest installiert sind. Zur Erfassung eines Barcodes muss dieser über das Lesegerät bewegt oder vor das Lesegerät gehalten werden.

Strich

Das dunkle Element eines Strichcodes

Strichcodedichte

Dieser auch Druckdichte genannte Begriff gibt an, wie viele Zeichen in einem bestimmten Bereich gedruckt werden können. Die Einheit für diesen Wert wird im internationalen Gebrauch in "Characters per inch (cpi)" angegeben. Im deutschsprachigen Raum werden statt dessen metrische Werte zur Angabe der Strichcodedichte verwendet. Je nach Einsatzgebiet wurden unterschiedliche Druckdichten für Barcodes eingeführt: Ultra High Density Barcode: Die Modulbreite X liegt unter 0,19 mm. High Density Barcode: Die Modulbreite X liegt zwischen 0,19 mm und 0,24 mm. Medium Density Barcode: Die Modulbreite X liegt zwischen 0,24 mm und 0,30 mm. Low Density Barcode: Die Modulbreite X liegt zwischen 0,30 mm und 0,50 mm. Ultra High Density und High Density Barcodes werden dort eingesetzt, wo wenig Platz zur Kennzeichnung zur Verfügung steht. Low Density Barcodes benötigen mehr Platz, sind dafür aber aus grösseren Entfernungen lesbar.

Strichcodefeld

Das Strichcodefeld umfasst den gesamten für einen Barcode erforderlichen Bereich. Dazu gehören neben den Strichen und Lücken des eigentlichen Barcodes auch die Start- und Stopzeichen sowie die Ruhezonen vor und hinter dem Barcode. Die Ruhezonen grenzen mehrere Barcodes voneinander ab, die in räumlicher Nähe zueinander stehen. Ausserdem gehört die Klarschriftzeile zum Strichcodefeld.

Strichcodehöhe

Die minimale Höhe, die ein Strichcode haben muss, um sicher eingelesen werden zu können. Ihr Wert in Millimeter kann den Datenblättern der Lesegeräte entnommen werden.

Strichcodierung

Synonym für Strichcode / Barcode

Substitutionsfehler

Durch Beschädigung oder unsauberen Druck werden einzelne Zeichen eines Barcodes so verfälscht, dass ein Lesegerät, das an dieser Fehlstelle angesetzt wird, einen anderen Barcode liest als dort, wo diese Fehler nicht aufgetreten sind. Die Fehler wirken sich so aus, dass ein gültiges Zeichen eines Barcodes durch ein anderes in diesem Barcode zulässiges Zeichen ersetzt (substituiert) wird. Substitutionsfehler können nur durch Verwendung von Prüfziffern erkannt werden.

Supercode (Beispiel)

Supercode wurde 1994 von Ynjiun Wang bei Metanetics Corp. (USA) entwickelt. Der Code besteht aus einer Gruppe von verknüpften Paketen. Die Pakete beginnen entweder mit der Ruhezone und dem Startzeichen oder mit dem Ende des anderen Pakets. Sie enden mit dem Stopzeichen und der Ruhezone oder mit dem Anfang eines anderen Pakets. Jedes SuperCode-Symbol enthält mindestens drei Pakete. Der Code unterliegt keinem festen Format bzgl. Reihen und Spalten, er kann in jeder beliebigen Form gedruckt werden. Eine Zeile besteht aus 16 Bits, angeordnet in vier 1 zu 0-Übergängen (Balken und Zwischenräume). Start ist immer 1. Es können 4000 ASCII-Zeichen bzw. 5000 Ziffern codiert werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt bis zu 32 Security-Levels. SuperCode ist bei AIM USA standardisiert, eine Spezifikation dort erhältlich. (Code-Typen)

Symbole

Alle Zeichen, die zur Erstellung eines Barcodes relevant sind. Dazu gehören die Daten, Start- und Stopzeichen und die Prüfziffer.

T (zum Inhaltsverzeichnis)

Transponder / Tag (Tags) / RF-Tags

Transponder-Technologie (auch RFID; Radio-Frequenz-IDentifikation) ist eine Technik zur automatischen Identifikation und Datenerfassung.

Das Wort "Transponder" bildet sich aus zwei englischen Begriffen: Transmitter (Sender) und Responder (Antwortgeber).

Transponder können aktiv oder passiv sein und eine Speichermöglichkeit von wenigen Bit (ID) bis zu 64 kBit haben. Zudem ist Multitagging (Bulk-Lesungen) möglich. Das heisst, mehrere Transponder können von der Lesestation gleichzeitig erkannt werden.

In den winzigen Tags sind ein Chip und eine Antenne integriert. Sie können – je nach Anwendungserfordernissen – in jeder beliebigen Form produziert und in bzw. an dem zu identifizierenden Objekt angebracht werden. Gängige Transponder sind in Glaszylinder, Plastikscheiben und Scheckkarten untergebracht. Sie werden in oder an z.B. Transportbehälter, Kühl- und Roll-Containern, Gasflaschen, Getränkefässern und anderen widerbefüllbaren Flaschen genauso angebracht wie an bzw. in lebenden Objekte.

Aktive Tags:

Zur Überbrückung grosser Lesedistanzen (mehrere Meter) haben die RFID-Transponder eine Stromversorgung (Batterie). Wird z.B. für Zufahrtskontrollen auf Werksgeländen eingesetzt.

Passive Tags:

Die RFID-Transponder haben keine eigene Stromversorgung. Die Energieversorgung erfolgt drahtlose über die  Schreib/Lesestation (Leseabstände bis ca. 60cm).

Trennlücke

Die Lücke zwischen dem letzten Strich eines Zeichens und dem ersten Strich des nächsten Zeichens eines diskreten Strichcodes.

U (zum Inhaltsverzeichnis)

Überlappende Barcodes

Eine Kombination, bei denen sowohl die dunklen Striche als auch die hellen Lücken signifikant sind und jeweils zu einer anderen Ziffer gehören. Obwohl die Übersetzung nicht ganz richtig ist, werden solche Barcodes als interleaved bezeichnet.

Überlappender Barcode 2 aus 5

Ein kompakter numerischer Code mit zwei breiten Elementen aus einer Gesamtzahl von fünf Elementen.

Ultra Code (Beispiel)

Der Code wurde 1996 bei Zebra Technologies (USA) entwickelt. Er kombiniert die Merkmale aus linearen und 2D-Codes, ist also mehr eine Zwischenstufe. Der Code besteht aus sieben Reihen mit einheitlichem Start- und Stopzeichen. Es können sowohl alphanumerische als auch japanische, chinesische, koreanische. kyrillische, griechische und lateinische Schriftzeichen codiert werden. Die Reed-Solomon-Fehlerkorrektur unterstützt vier Security-Levels. (Code-Übersicht)

UPC (Universal Product Code) (Beispiel)

Das amerikanische Gegenstück zum EAN-Code. Es gibt zwei UPC-Versionen, UPC-A und UPC-E. UPC-A ist der standardmässig eingesetzte Barcode. Die Version E ist eine verkürzte Version für Anwendungen, die wenig Platz benötigen. Die Verkürzung wird durch eine Null-Unterdrückung erreicht. (Code-Übersicht)

UPC Version A (Beispiel)

Vom Aufbau her ist dieser Barcode mit dem EAN 13 vergleichbar. Der Unterschied liegt darin, dass hier nur 12 Stellen statt 13 Stellen beim EAN verwendet werden. Dadurch sind diese beiden Codes auch nicht kompatibel. Der Zeichenvorrat umfasst zehn Ziffern aus zwei Zeichensätzen A und C. Es werden ein Start-, ein Stop- und ein Trennzeichen verwendet. (Code-Übersicht)

UPC Version E (Beispiel)

Auch beim Barcode UPC Version E ist die Länge festgelegt, nämlich auf acht Stellen. Hier werden die zwei Zeichensätze A und B verwendet. Mit ihnen lassen sich jeweils zehn Ziffern darstellen. Die Verwendung von Prüfziffern ist vorgeschrieben. Bei diesem Barcode wird kein Trennzeichen verwendet. (Code-Übersicht)

UPCC (Uniform Product Code Council)

Organisation, die in Amerika den UPC verwaltet.

V (zum Inhaltsverzeichnis)

Verhältnis

Der Wert, aus dem hervorgeht, wieviel mal breiter ein breites Element gegenüber einem schmalen Element ist. Normalerweise ist das Verhältnis der breiten zu den schmalen Elementen eines Barcodes 3:1. Ist ein breites Element beispielsweise 1,5 mm breit, so hat das schmale Element demnach eine Breite von 0,5 mm.

Vericode (Beispiel)

Der Vericode wurde in den frühen 80er Jahren bei Veritec (USA) entwickelt. Er hat feste Abmessungen. Es können maximal 5000 Zeichen codiert werden. Vericode ist nicht standardisiert. (Code-Übersicht)

Vorgefertigte Barcodes

Barcodeträger, die zum Beispiel von einer Druckerei auf Anforderung vorgedruckt werden und erst später beim Verpacken auf die Waren aufgeklebt werden.

W (zum Inhaltsverzeichnis)

Wort

Mehrere Zeichen, die miteinander gekoppelt werden, bilden Wörter. Dies gilt sowohl für den normalen Sprachgebrauch als auch für die Datenverarbeitung. Hier ist der Begriff Wort aber strenger gefasst. Je nach Prozessor ist die Wortlänge immer gleich.

Z (zum Inhaltsverzeichnis)

Zeichen

Einzelne Elemente aus einer endlichen Menge von verschiedenen Elementen eines Zeichenvorrates, die zur Darstellung von Informationen vereinbart wurden. Ein Zeichen kann eine einzelne Ziffer, ein Buchstabe oder auch ein einzelner Barcode sein.

Zeichensatz

Die Gesamtheit aller Zeichen, die in einem Code verwendet wird.

Zuverlässigkeit

Die Kombination einer hohen Erstleserate bei gleichzeitig niedriger Fehlerrate beim Einlesen.

Zweibreitencodes (vgl. Mehrbreitencodes)

Die Zeichen von Zweibreitencodes bestehen aus Elementen (Striche und Lücken) mit zwei verschiedenen Breiten (Dick und Dünn). Beispiel: (Code 39, weitere Zweibreiten-Codes, Code-Typen)

Vorteile:

  • Einfache Herstellung

Nachteile:

  • Kleine Informationsdichte

Zweidimensionale - Codierung (2D-Code) (Stapelcodes / Matrixcodes)

Der Begriff "2D-Code" lässt sich daraus herleiten, dass die eigentlichen Informationen in der X-Achse vorhanden sind, und in der Y-Achse die Zeileninformationen. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Arten. Stapelcodes und Matrixcodes

(Code-Typen)

Zwischencharakter

Der Abstand zwischen dem letzten Strich eines Barcodes und dem ersten Strich des nächsten Barcodes gemeint. Bei diskreten Codes hat der Zwischencharakter keine Information.